Baubericht VW Beetle und VW Buggy – ein Gemeinschaftsprojekt mit den Kindern

Geschrieben von 7. Juni 2017Allgemein, Modellbau

Neulich kamen meine beiden Mädels Hanna (8) und Lina (10) mit dem Wunsch zu mir, ein Modell bauen zu wollen. Da beide schon etwas Modellbauerfahrung mit Junior- und Easy-Kits haben, sollte diesmal der Anspruch etwas gesteigert werden:  einfache Pinsel- und Klebearbeiten sowie die Handhabung mit Nass-Schiebebildern sollten nun dazukommen. Da sich meine Beiden fast ausschließlich für Autos interessieren, ich aber einen großen 1:24er-Bausatz für noch etwas zu ambitioniert hielt, fiel die Wahl auf die 1:32er Bausätze des VW Käfers und des VW Buggys. Beide Kits haben jeweils nur etwa 20 Teile.

Ganz so schnell lassen sich die Modelle allerdings nicht bauen. Bei den Bausätzen handelt es sich um Wiederauflagen aus dem Jahr 1970 und entsprechend ist die Gussqualität der Spritzlinge: Jede Menge Fischhäutchen und Grate müssen sorgfältig von den Teilen entfernt werden, damit später alles passt und auch gut aussieht. An der Käfer-Karoserie gibt es außerdem einen Formenversatz sowie Sinkstellen an den Sitzen. Bevor es ans Zusammenbauen gehen kann, müssen also erst einige Versäuberungsarbeiten gemacht werden – darüber sollte sich klar sein, wer sich diese Kits als Einstieg in den Modellbau zulegen möchte. Nichtsdestotrotz lassen sich daraus schöne Modelle bauen, wie wir Euch im Folgenden zeigen wollen…

Es geht los: Die einzelnen Bauteile werden vorsichtig aus den Gussrahmen gelöst und gründlich von Rückständen befreit. Wer den Umgang mit Schleifpapier lernen will, ist bei diesen Bausätzen goldrichtig :).

Anschließend kümmerte ich mich um diverse Spachtel- und Schleifarbeiten sowie die Grundierung der Bauteile. Im nächsten Schritt wurden die Karosserien in den Wunschfarben der Kinder von mir spritzlackiert.

Danach durften die Zwei die Pinsel schwingen. Letztendlich wurden nur die Räder und der Buggy-Motor gepinselt, für den Anfang sollte das erst einmal reichen. Jedenfalls hätte ich es selbst nicht besser hinbekommen.

Jetzt geht es an die Details: die Felgen bekommen schwarze Innenflächen; das Aufmalen der Weißwandreifen für den Käfer darf derweil ich übernehmen.

Für die Fahrzeug-Böden haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Dazu werden sie mit Kleber bestrichen und anschließend mit Modellbau-Flocking bestreut. Das haben die Mädels wieder komplett selbst übernommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Die letzten Details an der Käfer-Karosserie werden ausgeführt, dann kann es endlich ans Zusammenbauen gehen. Der Schalthebel ist aus einer Stecknadel gemacht und wurde extra eingefügt.

Auch der Buggy hat noch eine kleine Detailverfeinerung erhalten: Die ursprünglich massiven Scheinwerfer wurden aufgebohrt und anschließend mit Klarlack aufgefüllt: nun wirkt es, als hätten sie richtige Gläser. Der endgültige Zusammenbau ging dann recht zügig von statten. Die letzten Decals schnell noch draufgeklebt und die Fahrzeuge waren fertig:

…aber es sollte noch weitergehen: Inspiriert von einem Modellbau-Kollegen, der im Revell-Forum fast zeitgleich mit unserem Baubeginn ebenfalls den Käfer und den Buggy vorstellte und zu seinen Modellen sehr schöne Vignetten gebaut hat, wollten meine Mädels nun ebenfalls kleine, passende Plattformen bauen. Also, auf in die nächste Runde…

Den Anfang machen zwei Bilderrahmen, aus denen das Glas entfernt wird. Die Rückwände werden mit Weißleim bestrichen und anschließend mit Modellbaugras bzw. Sand bestreut.

Der Käfer parkt auf einem Feldweg, der Buggy bekommt einen Platz am Strand – und zu einem hübschen Strand gehört eine Palme: Dazu werden Palmenblätter aus Papier geschnitten und an Blumendrahtstücke geklebt. Die Drähte werden miteinander verdrillt und mit Kreppband umwickelt, dann wird nochmal alles schön bemalt. Ein Stückchen Meer darf natürlich auch nicht fehlen, dieses wird mit transparentem, schnell aushärtendem 2K-Kunstharz  gestaltet. Der Feldweg wird noch mit Büschen und einem Bäumchen bepflanzt – und fertig sind die Vignetten.

Und zu guter Letzt die Fahrzeuge auf ihren Plattformen. Der Bau hat uns allen auf jeden Fall Spaß gemacht, das wird sicher nicht das letzte Modellbauprojekt meiner Töchter sein. Hier habe ich bei ein paar filigranen Details noch mitgeholfen, aber mit etwas Übung schaffen die Zwei das bald alleine…

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