Skip to main content

Der 1969 Chevrolet Camaro Z/28: Eine Legende auf vier Rädern

Von 28. März 2025März 30th, 2025Modellbau6 min Lesezeit

Der 1969 Chevrolet Camaro Z/28 (Revell Shop Link) ist nicht einfach nur ein Auto – er ist ein Stück amerikanischer Automobilgeschichte, das bis heute Enthusiasten weltweit begeistert. Für Modellbauer bietet dieses ikonische Fahrzeug eine faszinierende Vorlage, die sowohl technische Raffinesse als auch historische Bedeutung vereint. Tauchen wir ein in die Geschichte dieses besonderen Muscle Cars, das in seiner reinsten Form die Essenz amerikanischer Automobilkultur verkörpert.

Modellbausatz Model Kit Packshot Chevy Camaro Z-28 525507Die Geburt einer Legende

Der Z/28 wurde ursprünglich 1966 als Antwort auf die Dominanz des Ford Mustang konzipiert. Vince Piggins, ein Assistent des Chevrolet-Ingenieurbüros, versprach den Offiziellen des Sports Car Club of America (SCCA), dass Chevrolet einen Beitrag für die Trans-Am-Rennserie 1967 entwickeln würde. Im August 1966 genehmigten die Führungskräfte Piggins‘ Plan, einen SCCA-konformen Werksrennwagen auf Basis des Camaro zu bauen.

Was viele nicht wissen: Der Z/28 war anfangs in keinem Verkaufsprospekt zu finden und blieb den meisten Käufern unbekannt. Erst nach zwei Jahren Rennbetrieb und zahlreichen Straßentests in Fachzeitschriften begann das Chevrolet-Marketing, den Z/28 zu unterstützen und das Bewusstsein bei den Händlern landesweit zu schärfen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Technische Besonderheiten des Camaro Z28

Der Z/28 war mit einem Hochleistungs-Smallblock-V8-Motor mit 302 Kubikzoll (4,9 Liter) ausgestattet, der speziell für den Wettbewerb in der 5-Liter-Klasse der damals populären Trans-Am-Rennserie entwickelt wurde. Die offizielle Leistungsangabe lag bei 290 PS bei 5.800 U/min – eine bewusste Untertreibung, um die Versicherungsprämien niedrig zu halten. Dynamometer-Tests zeigten jedoch eine tatsächliche Leistung von nahezu 400 PS, was die offiziellen Angaben zur Farce machte

Besonders bemerkenswert war die Kombination aus der 4-Zoll-Bohrung des 327er-Motors und dem 3-Zoll-Hub des 283er-Motors, die ein ideales Hubvolumen von 302,4 Kubikzoll ergab und damit unter der SCCA-Obergrenze von 305 Kubikzoll blieb. Diese Konfiguration war bei Rennfahrern bereits bekannt und bewährt.

Der Z/28 von 1969 verfügte über:

  • Einen 302 Kubikzoll V8-Motor mit Feststößeln
  • Eine 780-cfm-Vierfachvergaseranlage
  • Ein spezielles Fahrwerk mit E70X15-Reifen auf 7-Zoll breiten Felgen
  • Eine schneller ansprechende Lenkung
  • Doppelte Rallye-Streifen
  • Standardmäßige Scheibenbremsen vorne

Für zusätzliche $500 konnte man sogar zwei 600-cfm-Holley-Vergaser auf einem Cross-Ram-Ansaugkrümmer bekommen, ohne dass sich die offizielle PS-Angabe änderte. Eine weitere funktionale Option, die nur für den 1969er Z/28 erhältlich war, war die $79 teure Lufthutze in der Motorhaube, die sich bei 80% Gaspedalstellung öffnete, um kühle Luft von der Windschutzscheibenbasis anzusaugen.

Rennerfolge und Rekorde

Der Z/28 erlangte seinen Ruhm vor allem auf der Rennstrecke. Das Penske-Team mit Mark Donahue am Steuer dominierte die Trans-Am-Serie und sicherte sich 1968 und 1969 die Meisterschaft, wobei sie Ford deutlich schlugen.Diese Erfolge zementierten den Ruf des Z/28 als ernstzunehmender Konkurrent auf der Rennstrecke.

Was das Handling betrifft, war der Z/28 messerscharf, unterstützt durch eine Servolenkung, die sowohl schnell reagierte als auch ein gutes Gefühl für den Untergrund vermittelte. Vierfach-Vergaser-Z/28 konnten die Viertelmeile in 14,8 Sekunden bei 101 mph zurücklegen. Allerdings machte sich der Mangel an Drehmoment im unteren Drehzahlbereich beim Doppelvergaser bemerkbar, der bei hohen Drehzahlen seine Stärken ausspielte.

Casey Miles, ein 72-jähriger Enthusiast, fährt seinen originalen 1969 Z/28, den er 1971 gekauft hat, immer noch bei Drag-Rennen und hat damit mehrere Viertelmeilen-Rekorde aufgestellt. Sein Z/28 ist straßenzugelassen, verfügt aber über ein Jerico 4-Gang-Getriebe, eine neue Hinterachse und ein 5,57:1-Übersetzungsverhältnis sowie notwendige Sicherheitsmerkmale wie eine elektronische Abschaltung und einen vollständigen Überrollkäfig.

Produktionszahlen und Sammlerwert

Der Z/28 erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 1969. Die Verkaufszahlen spiegelten seine wachsende Beliebtheit wider: Während 1968 etwa 7.199 Einheiten verkauft wurde, stieg diese Zahl im verlängerten Verkaufsjahr 1969 auf beeindruckende 19.014 Stüc – ein Rekord, der erst 1978 mit 54.907 verkauften Einheiten gebrochen wurde.

Insgesamt wurden im Modelljahr 1969 (einschließlich des Überhangs ins Jahr 1970) 243.095 Camaro produziert, von denen 230.779 für den heimischen Markt bestimmt waren. Der Z/28 machte dabei etwa 8% der Gesamtproduktion aus.

Der Z/28 in Film und Fernsehen

Der Camaro hat sich seinen Platz in der Popkultur durch zahlreiche Auftritte in Filmen und Fernsehserien gesichert:

In „2 Fast 2 Furious“ sorgte ein blauer 1969 Yenko Camaro für Begeisterung bei Auto- und Filmfans gleichermaßen. Das Fahrzeug symbolisiert Stil, Geschwindigkeit und Straßenrennen und beeindruckt mit seinem wunderbaren V8-Sound

In der Filmreihe „Transformers“ spielt der Camaro als Bumblebee eine zentrale Rolle. Während viele ihn als 2010er Camaro SS kennen, begann seine Geschichte im ersten Film von 2007 als abgenutzter gelber 1977 Chevrolet Camaro.In späteren Teilen wurden verschiedene Concept Cars und Prototypen verwendet, die die Entwicklung des Charakters symbolisieren.

Im Nicolas Cage Film Gone in 60 seconds steht ein 1969 Chevrolet Camaro Z/28 namens „Erin“ auf der Liste der zu stehlenden Fahrzeuge.

Frederick Martinez, bekannt als „SUNOCO Fred“, besitzt seit etwa 17 Jahren einen 1969 Chevrolet Camaro Z/28. Sein Fahrzeug ist eine Hommage an Mark Donahues Penske Camaro aus der Trans-Am-Serie der 60er und 70er Jahre. Er ließ das Auto 2009 restaurieren und baute es zu einer modernen Version eines alten Rennwagens um, genannt „SUNOCO TWIST“. Es ist mit einem GM LS2-Kistemotor, einem T56-Getriebe und einer 12-Bolt-Hinterachse mit 4,11:1-Übersetzung ausgestattet, die etwa 500 PS an die Hinterräder liefert und dennoch 28 Meilen pro Gallone schafft, was ungefähr 8,5 Liter auf 100 Kilometern entspricht.

Der Z/28 als Modellbauprojekt

Für Modellbau-Enthusiasten bietet der 1969 Chevrolet Camaro Z/28 ein faszinierendes Projekt, das technische Herausforderungen mit historischer Bedeutung verbindet. Die markanten Linien, der aggressive Stance und die ikonischen Rallye-Streifen machen ihn zu einem visuell beeindruckenden Modell, während die technischen Details wie der V8-Motor, das Fahrwerk und die Innenausstattung reichlich Gelegenheit bieten, handwerkliches Geschick unter Beweis zu stellen.

Wer die Herausforderung annehmen möchte, einen eigenen Miniatur-Z/28 zu bauen, findet bei Revell einen detailgetreuen Bausatz, der dem Original alle Ehre macht. Der Bausatz im Maßstab 1:12 besteht aus 168 präzise gefertigten Teilen und bietet mit einer Länge von 39,6 cm, einer Breite von 15,3 cm und einer Höhe von 10,8 cm ein beeindruckendes Modell dieses amerikanischen Klassikers.

Besonders hervorzuheben ist der mehrteilige V8-Motor, der die technische Raffinesse des Originals widerspiegelt, sowie die Möglichkeit, zwischen der klassischen Z/28-Variante und einer Rennversion zu wählen. Das umfangreiche Abziehbildset mit authentischen US-Kennzeichen erhöht die Realitätsnähe des Modells zusätzlich.

Für alle, die dieses Stück Automobilgeschichte in ihre Sammlung aufnehmen möchten, ist der Bausatz unter https://revell.de/shop/product/077279090-69-camaro-r-z-28tm erhältlich.

Close Menu